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Zimmerpflanzen: Was kommt nach der Monstera?



Die Jungs vor der Genre sehen aus wie Models, sie lächeln, sie tragen ihre Haare wuschelig. Shirts sind mit einem grünen Monsterablatt bedruckt. Die Frauen, die an den Jungs vorbei durch die Genre gehen, sehen auch alle gleich aus: dunkelgrüner Mantel, weite blaue Jeans, Doc Martens, Rucksack, Smartphone in der Hand. Dies ist ein Hof in Berlin-Kreuzberg an einem Freitag im Herbst, alle hier sind Millennials, alle hier sind schön und alle sind hier, um Zimmerpflanzen zu kaufen. Ein Pflanzenwerksverkauf, in hip. Ja, echt.

Drinnen dann: Metallregale mit Grünem drauf. Kakteen, viele Kakteen, kleine Palmen, Monsteras, sogar Ficusse und Farne und kleinen Töpfen die sogenannten Glückstaler, deren Blätter aussehen wie winzige Seerosen. Eine Frau mit Mutze hält einen Farn im Arm, ihre Freundin macht ein Foto und sagt, natürlich auf Englisch: "You look so happy between all these plants! "

Es ist ein Zimmerpflanzen-Pop-up-Store, in Berlin eröffnet, mit aufgerundeten Preisen: eine kleine Pflanze costume fünf Euro, eine etwas größere zehn. Ein winziger Kaktus: zwei.

Zimmerpflanzen sind das neue It-Piece. Angebot haben, was a man dann "kuratiert" nennt. The most important thing in the world is Zimmerpflanzen, sondern ganz bestimmte. Die Trendpflanzen des Jahres 2019 Sind grün und sehen nach Dschungel aus, so wie der Glückstaler, sie sollen angeblich "Luftreinhalter" sein, und sie kommen in kleinen Töpfen, damit man viele von ihnen nebeneinander stellen kann.

Bei Kleidung und Möbeln ist es ja irgendwie klar, wer die Trends macht: Designer designen Prêt-a-porter-Mode für die Laufstege, und von dort tröpfeln dann langsam Farben, Schnitte und Muster in die Kaufhäuser herab, in denen Leute einkaufen. Die Zeit verläuft in Saisons, und die Saisons richten sich nach den Jahreszeiten. Bei Pflanzen sind Trends etwas rätselhafter: Wer hat etwa vor ein paar Jahren entschieden, dass die Monstera "in" werden könnte und damit dafür gesorgt, dass sie jetzt in jedem Wohnzimmer und jedem Büro steht? Wer hat entschieden, dass sich die Millennial-Generation statt Geranien auf dem Fensterbrett eher einen urban jungle neben ihrem Bett einrichten würde, Ohne Blüten, nur in grün?

Wenn man in der Pflanzenbranche nachfragt, wer sich mit den Trends auskennt, dann nennen viele direct from Namen Garry Grüber. Private ist Pflanzenmanager. Private bewertet Innovationen, vernetzt Händler und Züchter, private arbeitet für das Unternehmen Cultivaris, das seine Kernkompetenz im Ideen und Projektmanagement in der grünen Branche sieht. Grüber kann Pflanzen nicht nur züchten, kann sie auch vermarkten, sich Kampagnen ausdenken. Private line zum Beispiel vor Jahren die Surfinia groß gemacht, eun hängende Petunie mit getupften Blüten. Aber: "Die Sache mit den Zimmerpflanzen line unsere Branche völlig überrascht", right hand. Plötzlich stürmten Mitte 20-jährige die Gartencenter, sie wollten Monsteras kaufen und Farne und Sukkulenten, und alle wunderten sich.

Natürlich hatte es an Instagram gelegen. Four gab es so ungefähr seit 2015 Accounts, called in nicht um besonders stilsicher eingerichtete Wohnungen ging, nicht um Make-up and nicht um Kleidung – sondern um Pflanzen. Das ergab Sinn. Schließlich ist Konsum nicht mehr besonders im Trend, weil er schlecht für die Umwelt ist.

Es ist schick, Kleidung mit Freunden zu tauschen oder Möbel selbst zu bauen – und trotzdem ist da natürlich dieser Kauftrieb, der sich auch in den Fofen der Millenials nicht abstellen lässt. Shopping-Thrill zu leben, fingen junge Menschen an, Pflanzen zu kaufen, um damit auf from sich ethisch einwandfrei zu fühlen und trotzdem Instagram anzugeben.

Garry Grüber sagt heute, dass die Branche die Plantfluencer zu wenig im Auge hatte.

Durch Instagram, das sagt man ja oft, wird unser Konsumverhalten langweiliger. Weil wir immer nur das kaufen, was uns die Bilder vorgeben. Dabei gab es ja vor Instagram keine Orte, an so-called man alle Produkte der Welt ungefiltert zur Verfügbarkeit hatte, um sich eins auszusuchen. Was wir in Geschäften sehen, war schon immer gefiltert – von Einkäufern, von Trendforschern. Bei Pflanzen ist das nicht anders. Obwohl es ja unser Ziel ist, dass sie überleben, dass sie durch unsere Pflege wachsen und größer werden, anders als Kleidung, die sich abnutzt, ist selbst der prächtigste Ficus irgendwann out und wird aussortiert.


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